„Khol“ – كحل (kuhul; Kol; khôl; surma)-die klassische Version des Kajals ist für einen ‘echten’ arabischen Look unverzichtbar.
Der Begriff stammt vom arabischen Wort كحل«kuhul». Im Türkischen ist der Begriff «sürme» geläufig, im Persischen sagt man «soma» zu dem schwarzen Pulver.
Die Angewohnheit, sich die Augen dunkel zu schminken ist schon aus der Steinzeit belegt. Die dunkle Farbe schluckt das einfallende Licht und verbessert so die Sichtverhältnisse bei sonnigem Wetter. Die durch die Farbe eingebrachten Partikel sollen auch die Tränenbildung anregen, wodurch das Auge grösser und glänzender erscheint.
Aus der Zeit der Pharaonen sind in Ägypten einige Funde von alabasternen Kholgefäßen bekannt. Der Khol bestand damals aus Ruß, Bleiglanz, Manganoxiden, schwarzem Eisenoxid sowie Magnetit; für grüne Farbe wurde der fein geriebene Edelstein Malachit verwendet, da dieser als (giftige) Kupferverbindung eine antiseptische Wirkung hatte und Augenkrankheiten vorbeugen sollte.
Heute wird ihm noch nachgesagt, dass er das Auge stärken solle und den ‘Bösen Blick’ fernhalte.
In Indien wird Kajal aus Russ und verbranntem Butterschmalz (Ghee) hergestellt und zur «Erweckung» der Götterstatue während eines hinduistischen Rituals verwendet.
Gutes Khol zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr fein ist und samtig verläuft. Grobkörniges Khol kann im Auge drücken.
Kohl gibt es in der klassischen Version in Pulverform. Aufbewahrt wird es heute , wie es in arabischen Ländern angeboten wird, meist in kleinen Holz oder Glasgefäßen(«Mikhala»), deren Verschluss meist einen dünnen Stab zum Auftragen des Pulvers integriert.
Mittlerweile gibt es auch Kajalstifte, Pasten und lippenstiftförmige Darreichungsformen aus Kohl. Allerdings sind das meist nicht reine Kholstifte, sondern enthalten bestimmte kosmetische Zusätzeoder Ghee. (Butterfett)

Das Stäbchen, mit dem die Farbe aufgetragen wird, taucht man zuerst in Wasser oder Rosenwasser, erst dann ins Mikhala. Bei geschlossenem Auge wird das Stäbchen am Lid angesetzt und von einem zum anderen Lidende gezogen. Khol ist nicht einfach durch Wasser abwaschbar. Mit Augenmakeupentferner oder einem Abschminktuch kann man Khol aber recht leicht entfernen.
Khol wird heilende Wirkung nachgesagt. Es soll das Auge reinigen. Manche Menschen wenden es bewusst bei Augenreizungen an.
Woher bekommt man es ?
Khol kann man in Europa in arabischen Geschäften erwerben, in Apotheken oder im Internet:
www.oriental-style.de (Paste)
(wer Links fürdie Pulverform hat-immer her damit!)
Guerlain hat auch ein sehr schön durch einen edlen Flacon in Szene gesetztes Khol-Pulver (abgemischt!) im Angebot. Aber leider auch etwas teurer! Ich benutze ihn aber sehr gerne, da er sich gut blenden lässt und ein ‘Smokey-eyes’-Effekt mit ihm leicht und schnell auch ohne weitere Pinsel (z.B auch auf Reisen) zu erzielen ist.
Gibts z.B. bei der türkisfarbenen Parfümeriekette.
